Ein Pack- und Reisetag… so ging es eben auch los. Ein schnelles Frühstück, dann Sachen fertig packen und alles irgendwie ins Auto quetschen. Hat funktioniert.
Pünktlich um 10 ging es dann los in Richtung Percha – mit einer längeren Pause in Dobbiaco, in einem echt schönen Kurpark mit großem Spielplatz und einer sehr guten Pizzeria (Samyr) an einem Campingplatz. Erst waren wir nicht begeistert, da schon wieder Pizza – aber wurden doch sehr positiv überrascht. Sehr schönes Lokal, super Pizza und auch vernünftige Preise. Anschließend noch mal auf den Spielplatz und dann weiter zur nächsten Unterkunft.


In Percha sind wir auf dem Berg, auf einer frisch renovierten Alm. Toller Blick ins Tal, und auch sonst hat die Bude einigen Charme. Schön restauriert und eine tolle Kombination aus alt und neu.
Die Jungs sind direkt losgetobt, haben alles erkundet, den Spielplatz getestet und mit den Kindern der Vermieter gespielt. Sehr angenehmer Start.
Also haben wir uns eingerichtet, den Ausblick genossen und wie üblich den Tag mit Phase 10 beendet.
Am nächsten Tag ging es – geplant – zu den Drei Zinnen… und hierzu war ein früherer Start als sonst notwendig. Also fix gefrühstückt und dann um neun ab in Richtung des (vorgebuchten) Parkplatzes an den Drei Zinnen. Ohne vorherige Reservierung kommt man inzwischen gar nicht mehr dorthin, da das Chaos wohl überhandgenommen hat.

Der Parkplatz war um 10 Uhr schon gut gefüllt, und es ging auch immer weiter… trotzdem viele Menschen unterwegs waren, war das sicher noch kein Vergleich zur Hauptsaison. So haben wir die Sachen gepackt und sind losmarschiert auf unsere geplante Wanderung um die Drei Zinnen. Anfangs noch mit vielen Menschen an unserer Seite, hat es sich an der Lavaredohütte bereits etwas ausgedünnt und wurde dann mit dem Anstieg zum Paternsattel immer weniger. Die Kids brauchten etwas Motivation, aber haben gut mitgemacht. Oben angekommen gab es dann die klassischen Tourifotos im Schnee mit den Drei Zinnen.

Jetzt wurde es interessant… unser weiter geplanter Weg um die Drei Zinnen führte am Paternsattel hinab in Richtung Drei-Zinnen-Hütte, und hier war ein großer Teilabschnitt mit Eis und Schneematsch bedeckt – und das bei ordentlichem Gefälle. Hier hat sich dann die Spreu vom Weizen getrennt, und wir haben uns mit den drei Kids ohne Beschädigungen durchgekämpft. Ab hier waren wir dann fast alleine unterwegs, und es ging über einen Bergpfad entlang der Drei Zinnen zur Langalm, die glücklicherweise am ersten Tag der Saison geöffnet hatte (diese Alm ist übrigens tatsächlich nur zu Fuß zu erreichen – das bedeutet, alle Ressourcen müssen hingetragen oder per Luft geliefert werden).

Die Kids brauchten inzwischen keine Motivation mehr, sondern haben super mitgemacht, und so sind wir alle wohlbehalten und mit guter Laune an besagter Alm angekommen. Hier gab es für alle erst einmal eine Stärkung! Nudeln, Kaspressknödel, Brettljausen… alles, was das Herz begehrt.

Langsam hat das Wetter dann umgeschwenkt, und es begann zu regnen, wodurch wir erst etwas zusammenrücken und schließlich an einen anderen Platz fliehen mussten. Aber alles in allem eine sehr schöne Alm und ein schöner Aufenthalt für uns (und das meine ich nicht nur wegen des Schnapses aufs Haus). Eingepackt in unsere Regenkleidung ging es dann in einer Regenpause weiter zum Parkplatz. Knapp 2 Kilometer waren es noch, und die haben wir teilweise auf schmalen Wegen und in den Wolken zurückgelegt… Wechsel der Sicht von 3 auf 30 Meter und zurück innerhalb von wenigen Sekunden.

Jetzt war es schon fortgeschrittener Nachmittag, und so führte uns der Weg schlussendlich wieder zurück in die Unterkunft – um Sachen zu trocknen und ein wenig zu chillen. Ein sehr schöner Ausflug, und dicksten Respekt an Jonathan und Edgar für die Leistung: Mit 5 und 4 Jahren die Strecke abgerissen zu haben!
Arrivederci