4. Tag – Selfoss – Vík – Hella

Heute hieß es: Unterkunft wechseln. Also alles zusammenpacken, die Karre wieder bis obenhin beladen – durch Einkäufe und den üblichen Reise-Kleinkram ist es natürlich nicht weniger geworden – und ab ging’s. Allerdings nicht direkt zur neuen Unterkunft, sondern erst einmal daran vorbei in Richtung Skógafoss, einem der bekanntesten Wasserfälle im Süden Islands.

ℹ️ Skógafoss
Besonders beeindruckend ist nicht nur die breite Wasserwand, sondern auch der Aufstieg über die lange Treppe zur Aussichtsplattform oberhalb des Wasserfalls.

Vor Ort waren natürlich viele, viele Menschen unterwegs. Aber der Wasserfall ist eben auch wirklich beeindruckend. Direkt am Fuß bekommt man ordentlich Gischt ab, was quasi die isländische Variante von „kurz frisch machen“ ist. Danach ging es die 527 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform. Alle haben gut performt und die Treppen mit Bravour überwunden. Nach der Dusche unten am Wasserfall war der Aufstieg sogar eine ganz gute Aufwärmung.

Von dort ging es weiter in Richtung Vík, mit einem Stopp am Aussichtspunkt Dyrhólaey. Die Hoffnung war, dort ein paar Papageientaucher zu erspähen. Das hat leider nicht geklappt – die kleinen Kollegen hatten offenbar andere Termine. Dafür war der Ausblick von dort oben wirklich großartig: schwarze Strände, steile Klippen, das Meer und der Blick auf den markanten Felsbogen.

ℹ️ Dyrhólaey
Dyrhólaey ist ein Aussichtspunkt an der Südküste Islands. Von hier hat man einen großartigen Blick auf die schwarzen Strände, die Felsküste und den bekannten Felsbogen im Meer.

Anschließend haben wir uns weiter auf den Weg nach Vík gemacht. Dort sind wir ein wenig am Strand entlangspaziert, haben Kaffee getrunken, ein bisschen geshoppt und am Ende wieder ein frühes Abendessen eingelegt – dieses Mal in einer Brauerei: Smiðjan Brugghús.

ℹ️ Vík
Vík ist ein kleiner Ort an der Südküste Islands und ein beliebter Stopp auf der Route entlang der Ringstraße. Bekannt ist die Gegend vor allem für schwarze Strände, markante Felsformationen und spektakuläre Küstenlandschaften.

Es gab Burger und Bier – eine Kombination, mit der man uns ja grundsätzlich nicht lange überzeugen muss. Und auch diesmal: gutes Bier, gute Burger. Island enttäuscht beim Bier tatsächlich nicht. Wer hätte gedacht, dass man zwischen Wasserfällen, schwarzen Stränden und Gletscherblicken auch noch so stabil Hopfen findet?

Eigentlich war es danach schon halb sechs, aber ein Stopp am schwarzen Strand bei Reynisfjara mit Blick auf die Reynisdrangar-Felsen musste trotzdem noch sein. Dort waren die Wellen wirklich beeindruckend – und auch ein bisschen einschüchternd. Diese berüchtigten „Sneaker Waves“ sind definitiv kein Marketing-Gag. Der schwarze Strand, die Felsen und die gewaltige Kraft der Wellen zusammen waren aber absolut sehenswert.

ℹ️ Reynisfjara & Reynisdrangar
Reynisfjara ist einer der bekanntesten schwarzen Strände Islands. Direkt vor der Küste ragen die Reynisdrangar-Felsen aus dem Meer. Besonders wichtig: Die Wellen können hier sehr gefährlich werden, daher sollte man ausreichend Abstand zum Wasser halten.

Der Stopp hat sich wirklich gelohnt. Die Kombination aus Natur, schwarzem Sand, Felsen und der ganzen Wellen-Action war schon ziemlich stark. Island liefert hier einfach wieder ab – ganz ohne Zurückhaltung.

Danach hieß es nur noch: eine Stunde fahren. Und zack, waren wir in unserer neuen Unterkunft für eine Nacht angekommen: Loa’s Nest bei Hella. Morgen geht es dann über Reykjavík weiter in den Westen.

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