7. Tag – Grundarfjörður und Ólafsvík

Heute sind wir wieder etwas später gestartet, da wir vorher noch einkaufen mussten. Und der Laden macht am Samstag eben erst um 10 Uhr auf. Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier in der Gegend nicht gerade im Überfluss – also hieß es: das übliche Morgenprogramm, anschließend Vorräte auffüllen und dann endlich los in Richtung Ólafsvík.

Wobei wir Ólafsvík zunächst einmal nur durchfahren haben, denn unser erstes Ziel war der Skarðsvík Beach. Ein Strand, an dem es zur Abwechslung mal hellen Sand gab. In Kombination mit den dunklen Lavafelsen drumherum sah das richtig stark aus – fast so, als hätte Island kurz vergessen, dass Strände hier normalerweise schwarz sein müssen.

ℹ️ Skarðsvík Beach
Skarðsvík liegt am nordwestlichen Ende der Snæfellsnes-Halbinsel und ist für seinen hellen, goldenen Sand bekannt – ein deutlicher Kontrast zu den vielen schwarzen Stränden Islands. Besonders reizvoll ist die Kombination aus hellem Strand, türkisfarbenem Wasser und dunkler Vulkanlandschaft. Die Wellen können hier allerdings kräftig sein, daher ist etwas Abstand zum Wasser keine schlechte Idee.

Also sind wir dort ein wenig umhergeschlendert, geklettert und haben die Landschaft genossen. Danach ging es zurück nach Ólafsvík. Dort sind wir erst einmal die kleine Rainbow Street entlanggelaufen, vorbei an der „Kussbank“ und der Kirche, die übrigens auch sehenswert ist. Anschließend ging es noch hinauf zum Wasserfall.

ℹ️ Ólafsvík
Ólafsvík ist ein kleiner Fischerort auf der Snæfellsnes-Halbinsel und liegt am Rand des Snæfellsjökull-Nationalparks. Der Ort ist vor allem durch seine maritime Lage, den Hafen und als Ausgangspunkt für Walbeobachtungstouren bekannt. Auch die moderne Kirche von Ólafsvík gehört zu den markanten Bauwerken des Ortes.

Oben am Wasserfall haben wir eine kurze Pause gemacht und zur Stärkung ein paar Brote gegessen.

Danach ging es wieder hinunter in den Hafen – und dort wartete dann die Überraschung für Edgar: eine Walbeobachtungstour.

Als wir es ihm gesagt haben, hat er es erst gar nicht so richtig realisiert. Dann war er aber doch ziemlich schnell Feuer und Flamme. Also angemeldet, Overalls abgeholt und dann mit den anderen Touris ab aufs Boot und raus in den Fjord.

ℹ️ Walbeobachtung ab Ólafsvík
Ólafsvík gilt als einer der spannendsten Ausgangspunkte für Walbeobachtungen auf Snæfellsnes. In den Gewässern vor der Halbinsel werden je nach Jahreszeit unter anderem Orcas, Buckelwale, Pottwale, Zwergwale und Delfine gesichtet. Besonders im Frühjahr und Frühsommer bestehen gute Chancen auf Orca-Sichtungen.

Und wir hatten richtig Glück: Zuerst haben wir Weißschnauzendelfine gesehen, danach mehrere Orkafamilien und später sogar noch ein paar Papageientaucher. Das hat sich also absolut gelohnt. Edgar fand die Orkas natürlich besonders cool, war nach ungefähr zwei Stunden auf dem Wasser aber so platt, dass er direkt eingeschlafen ist.

Wieder wach wurde er erst, als ich ihn vom Boot getragen habe. Aber trotz Powernap: keine schlechte Laune, kein Gemecker, kein „Ich will nicht laufen“ – sondern direkt losgeplappert, was er alles gesehen hat. Wenn sogar ein Kind nach dem Bootsschlaf sofort wieder im Naturdoku-Modus ist, dann war die Tour offensichtlich ein voller Erfolg.

ℹ️ Papageientaucher auf Island
Papageientaucher sind in Island typische Sommergäste und brüten vor allem an steilen Küsten und Klippen. Die auffälligen Vögel mit dem bunten Schnabel sind ausgezeichnete Taucher und gehören für viele Islandreisende zu den tierischen Highlights des Landes.

Eigentlich wollten wir danach noch ins hiesige Schwimmbad, aber das hatte leider schon geschlossen. Also müssen wir morgen schauen, ob das bei der nächsten Unterkunft klappt.

Morgen früh geht es nämlich weiter mit der Fähre in die Westfjorde – und damit gefühlt endgültig an den ADW. Aber gut, wenn Island schon abgelegen kann, dann bitte auch richtig.

ℹ️ Fähre in die Westfjorde
Die Fähre Baldur verbindet Stykkishólmur auf der Snæfellsnes-Halbinsel mit Brjánslækur in den Westfjorden und überquert dabei die Breiðafjörður-Bucht. Sie ist eine praktische Verbindung für Reisende mit Auto und verkürzt die Strecke in die abgelegene Westfjorde-Region deutlich.

Ahoi.

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